Mu-Err-Reisbällchen mit Basilikum

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Für ca. 6 Personen, ca. 4 Kugeln pro Person

  • 150 g Sushi-Reis
  • 10 g getrocknete Mu-Err
  • 60 g Sesam
  • 1 Bund Basilikum
  • 1 TL Reisessig
  • 1 TL Zucker
  • 1 EL Ghee
  • Sojasauce
  • 1 kleine Schale Wasser (Raumtemperatur)

Zubereitung

  1. Getrocknete Mu-Err in heissem Wasser einlegen und ca. 10 min ziehen lassen
  2. Sushi-Reis mit 150 ml Wasser kochen, Reisessig und Zucker unterrühren
  3. Bund Basilikum waschen, entstielen und trocknen
  4. Mu-Err aus dem Wasser nehmen und trocknen
  5. Pilze unter gelegentlichem Wenden in der Bratpfanne anbraten, nach 10 Minuten grosszügig mit Sojasauce ablöschen, die ganzen Basilikumblätter dazugeben und abkühlen lassen
  6. Basilikum und Mu-Err sehr fein hacken, mit dem Reis vermischen und das Ganze in einer separaten Schüssel abkühlen lassen
  7. In der Zwischenzeit ca. 60 g Sesam für 3 bis 4 Minuten in der Pfanne anrösten und in einen kleinen flachen Teller geben
  8. Die abgekühlte Pilz-Reis-Masse zu mundgerechten Kugeln formen, eine Schüssel mit Wasser bereithalten, um die Finger vor dem Formen zu benetzen
  9. Die Kugeln im Sesam wenden und direkt auf dem Teller servieren

Mu-Err Auricularia

Der weltweit verbreitete Auricularia auricula-judae wurde erstmals während der Tang Dynastie um 659 n. Chr. in China als Speise- und Heilpilz verwendet. Zu dieser Zeit wurden auch andere Pilze aus der Familie der Auriculariaceae kultiviert – in alten Schriften finden sich spezifische Hinweise: «Lege gedämpfte Kleie auf einen Baumstamm, bedecke sie mit Heu und der Auricularia wird spriessen.»

Heute wird der Pilz vor allem in der asiatischen Küche als Speisepilz geschätzt, aber auch in Europa wird er immer bekannter. In China wird der Auricularia als Mu-Err bezeichnet, in Japan als Ki-kurage, und in Europa findet sich die Bezeichnung Judasohr. Das Judasohr wird oft in Salaten und Suppengerichten mit Gemüse und Nudeln wie Ramen oder Udon verwendet. In Asien wird der fleischig-weiche Pilz ohne Eigengeschmack besonders zur Unterstützung des Kreislaufs, zur Linderung von Halsschmerzen, bei Fieber und Erkältungen und zur Steigerung des allgemeinen Wohlbefindens eingesetzt.

Die vielen gesundheitlichen Vorteile machen das Judasohr in Asien zu einem der beliebtesten Pilze, der am viertmeisten kultiviert wird. Der Markt in China wächst und die Vielfalt der Auricularia-Produkte nimmt zu. Unter all den neuen, hochverarbeiteten Auricularia-Produkten gehört der Auricularia-Drink zu den beliebtesten, mit einem Marktanteil von 28 %, gefolgt von Auricularia-Pulver und -Porridge.

Kein Wunder, ist der Pilz so beliebt, denn er hält den Kreislauf in Schwung, senkt den Cholesterinspiegel, regt die Durchblutung an, verlangsamt den Alterungsprozess, reguliert die Darmflora, unterstützt die Bekämpfung von Viren, wirkt stark antioxidativ und senkt zudem den Blutzuckerspiegel. Diese vielseitigen Wirkungen sind auf die enthaltenen Polysaccharide, Spurenelemente, Mineralien, Vitamine, Amino- und Fettsäuren zurückzuführen.

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Laura Koch

Laura Koch arbeitet seit ihrem Bachelor-Abschluss in Ernährung und Diätetik an der Berner Fachschulte Gesundheit am NHK Institut für integrative Naturheilkunde. Bis 2018 war sie dem für das Gesundheitsförderungsprogramm «Gorilla» der Schtifti Foundation in Zürich tätig. Liebe zum Essen, Wissensdurst und Forschergeist haben sie in kürzester Zeit zur Ernährungs- und Stoffwechselexpertin werden lassen. Laura Koch ist neben ihrer Tätigkeit bei Unikum Nutrition am NHK Health Hub auch Dozentin am NHK Campus sowie Kochkursleiterin und Referentin.

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